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Edge of October – Collapse [darkwinter]

Neues Dark Ambient/Drone-Release auf dem Label Dark Winter. Laut Begleittext entstanden während einer Depressionsphase des Musikers Edge of October. So entwickeln die Titel  einen ganz eigenen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Man ist hier Beobachter, kann sich den inneren Prozessen während der Entstehung der Titel annähern bzw. eigene Prozesse ans Licht holen.

Tief, plutonisch. Man merkt, dass hier nicht leichtfertig ein paar düstere Klänge zusammengewürfelt wurden. Gleichzeitig hat diese Nachtmeerfahrt etwas heilendes.

Man kann solche Musik durchaus im Hintergrund hören, ich nehme mir gerne etwas Zeit dafür und lasse mich ganz darauf ein. Ein Bewusstmachen von Gefühlen und Wahrnehmungen, dann ein Aufwachen in den Alltag hinein.

Tracks

  • 01 | 03:41 | that which was lost
  • 02 | 06:08 | resurrecting old ghosts
  • 03 | 05:27 | iatrogenesis
  • 04 | 05:28 | descent
  • 05 | 03:30 | desolate
  • 06 | 04:17 | dilapidation
  • 07 | 04:42 | all that remains

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Release vom 31.08.2008

Christoph Schindling – Vacation [cism]

Irgendwo in Smolensk, Russland, werden Töne gebraut, die es in sich haben. Vor kurzem erst bin ich auf das Label cism aufmerksam geworden. Und das neueste Release von Christoph Schindling ist seeeehr deep und dubby. Erinnert an Dinge, die z.B. auf Instabil zu hören sind, u.a. hat auch schon Marko Fürstenberg vorbeigeschaut bzw. -gemixt.

Und komisch, da denkt man im ersten Moment – noch so’n Dub-Ding. Und dann das:

Vacation eröffnet die EP, gemütlich und freundlich rollen die Beats herein, es rauscht und hallt in angenehmen Spektren um einen herum. Inside geht gleich noch einen Stock tiefer. Das Stück entwickelt sich über neun Minuten und wird keinen Moment langweilig. Klingt etwas melancholischer als der erste Track. Und ganz spannend der Remix von Vacation von havantepe. Unaufhaltsam geht der Takt nach vorne und die Klangteppiche der Originaltracks werden hier groß darüber gelegt. Ein ganz feiner Track für die späten Stunden der nächsten Netlabel-Party.

Tracks

  • 01 | 07:48 | vacation
  • 02 | 09:02 | inside
  • 03 | 07:41 | vacation [havantepe remix]

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Release vom 25.08.2008

windwalzer goes wordpress again

Zum Herbstbeginn gibt es das netlabel-magazin ab sofort wieder als Wordpress-Blog. Die bisherigen Artikel und Releases sind soweit übernommen, das Erstellen neuer Artikel ist mit Wordpress doch etwas einfacher als mit der SharePoint-Lösung. Außerdem ist’s OpenSource und es gibt schöne Templates dafür.

In den nächsten Tagen werden noch ein paar Header-Fotos hinzugefügt, und mal sehen ob es noch ein paar hübsche Plugins gibt.

Jetzt jedenfalls viel Spaß mit dem Magazin, und bitte Eure RSS-Feeds aktualisieren!

windwalzer – zeitblume

Ist schon eine Weile her, mein letzter Mix. Im Zug in Richtung Schweiz geschah nun die vorliegende Zusammenstellung aus ruhigen, Ambient-lastigen Titeln.

Momo rettet mit der Zeitblume die Welt. Rätsel der Vergangenheit, der Gegenwart, der Zukunft. Wir haben immer nur das jetzt. Für die Ewigkeit. Mögen die Klänge Dich begleiten.

 

 

 

Tracks

  • 01 | Fresh Water Lake #02 [Gate Zero] | Green Planet | Stadtgruen
  • 02 | Tactical Media [Dayeight] | VA – By Way Of Conclusion | Surfaces
  • 03 | The Subterranean Of Me And You [Ian Hawgood] | So Much Achieved. So Much Left To Do | 12rec
  • 04 | Cumulae Movement [Off The Sky] | Cumulae Movement | Autoplate
  • 05 | Cloud Counting [Milieu] | Milieu | Experimedia
  • 06 | Ahat Grimes [Deru Featuring Isaac Sparks] | Intelligent Toys 3 | Sutemos
  • 07 | And After All You’ve Got There [The Moglass & Andrey Kirichenko] | | Autoplate
  • 08 | Cathedral [Jimmy Behan] | In The Sudden Distance | Zymogen
  • 09 | Drop [Akira Kosemura] | VA – electronica unplugged | Aerotone
  • 10 | canoe trip drone (final) [Scott Sherk] | Melt : Minnesota Remixed | Wandering Ear

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Release vom 05.09.2008

Jopy – Grasping

Ein neues, sehr spannendes Release auf Zenapolae. Mit ihrem dritten Album Grasping auf dem Label liefert Jopy ganz schön sperrige, und doch für interessierte Ohren sehr aufregende Musik. Drones, Experimente, Ambient, seltsame Rhythmen prägen das Album.

Das beginnt sehr atmosphärisch mit Momeraths, ein bisschen Dead Can Dance klingt durch (ohne Lisa Gerrard…). Das Backyard Barbecue ist wohl eher für leicht benebelte Wesen als für die übliche Party mit Bier und Steak gedacht. Aber wer mag, kann sich auch hier von einem sparsamen Rhythmus mitnehmen lassen. GGM wird noch stiller, atmende Klänge breiten sich aus, darüber wabert ein mindless keyboarder.
Fleisch sägt sich in die Hirn- und Hörwindungen, vielleicht der sperrigste Titel auf dem Release. Nicht ganz so nervös, aber dennoch in Unruhe kommt Disintegrated Development mit Natur- und Sprachsamples. Sovieso ist das ersehnte Aufatmen, mein Lieblingstitel des Albums. Düster schreiten weit angelegte Harmonien voran, genial.
Dub For Blaine Minnesota reißt einen da wieder raus, bevor man es sich in seiner beginnenden Herbsstimmung zu gemütlich macht. Western Sickness  ist wieder rhythmischer angelegt. Wobei man den Begriff Rhythmus hier etwas weiter fassen muss… Da macht Deus Ex Machina weiter, ist das Postrock? Jedenfalls ein Titel, der aus der Stille sich aufbaut und wieder im Nichts verschwindet.
Pno ist ein sehr spannender Titel, die beginnenden drone-mäßigen Schwebungen verlangsamen sich und äußere und innere Ruhe sind möglich. Given ist wie einige andere Titel des Albums im oberen Klangspektrum angelegt, wo bleiben die beruhigenden Bässe? Jovian System ist erneut ein lang atmender Titel, der irgendwo ein paar verstreute Rhythmen und eine ordentliche Portion Noise in die Boxen/Kopfhörer schmeißt.
Backyard Barbecue 2 ist genau so wenig Partystimmung für Normalos wie das erste Barbecue. Hinzu kommt eine Fliege, die sich ums Feuer drängt. The Rainy Season schließt das Release ab, ebenfalls kein ganz beruhigender Track, obwohl er einigermaßen versöhnlich ausklingt.
Eine große, sperrige Reise, auf die uns Jopy da mit nimmt. Wird für mich einen bevorzugten Platz im Player erhalten.

Tracks

  • 01 | momeraths | 08:10 |
  • 02 | backyard barbecue | 07:09 |
  • 03 | ggm | 04:22 |
  • 04 | fleisch | 03:53 |
  • 05 | disintegrated development | 05:07 |
  • 06 | sovieso | 05:39 |
  • 07 | dub for blaine minnesota | 04:27 |
  • 08 | western sickness | 03:41 |
  • 09 | deus ex machina | 04:33 |
  • 10 | pno | 05:04 |
  • 11 | given | 05:14 |
  • 12 | jovian system | 08:10 |
  • 13 | backyard barbecue 2 | 03:34 |
  • 14 | the rainy season | 05:55 |

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Release vom 31.08.2008

daniel gardner – under the shower tower

Es hat ein Ende, das Warten ob es Thinner noch zum nächsten Release schafft: Es ist vollbracht, mit under the shower tower von daniel gardner liegt ein neues Album vor, das sich sehr schön in die geänderten Sound-Schwerpunkte von Thinner der letzten Releases einfügt.

Tatsächlich besteht das Release aus gerade mal einem Titel, dem noch einen Remix von alland byallo (Releases u.a. auf Epsilonlab) hinzugefügt wurde.

under the shower tower ist ein richtig cooles Teil, das muss ich schon sagen. Es geht recht House-mäßig ab. Aber bevor man denkt, dass die acht Minuten einfach nur so monoton durchsteppen, geht es dann doch ganz schön querbeet.

Sounds und Text sind mit viel Liebe zusammengeschmissen, dass es eine Freude ist. Das hat definitiv einen Gute-Laune-Faktor, ohne Gefahr zu laufen, für die nächste Bier-Marketing-Was-Sind-Wir-Doch-Gut-Drauf-Aktion vereinnahmt zu werden.

Der Remix ist etwas dunkler, dubbiger gefärbt. Funktioniert ebenfalls sehr gut.

Tracks

  • 01 | under the shower tower | 08:00 |
  • 02 | under the shower tower (alland byallo remix) | 08:21 |

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Release vom 10.08.2008

Weird Fields – A Place To Call Home

Ein schönes, neues Ambient-Release von Weird Fields mit leisen Post-Rock-Anleihen gibt’s bei Zenapolae. Sanft und harmonisch, auch für New Age-Verweigerer geeignet.

A place to call home beginnt mir fast ein bisschen zu säuselig, bekommt dann doch noch die Wendung zu symphonischer Größe, die Synthies bekommen eine kleine Portion Fuzz zugemischt, damit es nicht zu seicht wird.

An Inescapable Journey macht an gleicher Stelle weiter, eigentlich eine Verlängerung des ersten Titels.

Carousel wechselt den Sound, die Dichte wird zurückgenommen, Einsamkeit und Weite wird ausgestrahlt.

Distant Star klingt erstmal gar nicht so fern, eher gemütlich. Auch dieser Titel geht wie die ersten beiden nach ein paar Minuten in die Breite.

Bei Nice Chasm zeigen Weird Fields, dass sie doch auch schon ein paar verschäfte Drone Releases angehört haben. Deutlich düsterer und noisiger, dürfte gerne länger als die gut drei Minuten dauern. Daher wäre eigentlich die Erholung mit So Long Good Friend noch gar nicht nötig gewesen, jetzt wo gerade die Lust am Experiment aufkam. Dennoch ein hübscher, sanfter Titel für einen gemütlichen Abend. Strange Times schließt das Release, ganz im Sinne des ersten Titels.

Für meine verkorksten Gehörgänge eine Spur zu harmlos, dennoch ein angenehmes Release zur Erholung von zu vielen Beats und Sound-Escapaden.

Tracks

  • 01 | A Place To Call Home | 04:55 |
  • 02 | An Inescapable Journey | 04:38 |
  • 03 | Carousel | 05:17 |
  • 04 | Distant Star | 07:27 |
  • 05 | Nice Chasm | 03:16 |
  • 06 | So Long Good Friend | 05:13 |
  • 07 | Strange Times | 05:29 |

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Release vom 05.08.2008

Mystified – Altered Signals

Mystified does it again. Und das jetzt? (Früh-)Sommerhitze, Gewitter, noch ein Sommer-Fußballmärchen?

Es ist gut, dazu für stille Stunden einen musikalischen Gegenpol zu haben. Licht und Leichtigkeit finden wir im Außen, Erdung, Tiefgang und Dunkelheit liefert das neue Release Altered Signals auf dem US-Label Darkwinter.

Vier kurze und ein langer Titel zeigen die Stärke von Mystifieds Klangexperimenten, die u.a. auch schon auf Webbed Hand Records und TZP Drone Company zu hören waren und sind.

Der erste Track Altered Signals baut über einen ruhigen Basston seltsame, eintönige Zufallskritzeleien, die wie Popcorn in der Pfanne in die Gehörgänge platzen.

Bell Cloud ist ruhiger Drone, nicht zu düster, könnte gut in einer Kathedrale gespielt werden. Vocal Tremors rauscht und eiert mit unverständlichen Sprachsamples, Octavepus lenkt wieder in geläufigere Drone-Bahnen ein.

Schließlich das sehr stille Science of Change, das in einer halben Stunde mit nur geringer Bewegung schwebende, kalte und süße Klänge bietet. Sehr minimal und trotzdem spannend, wie sich die verschiedenen Klangschichten gegeneinander verschieben, sich reiben, und wieder zueinander finden.

Tracks

  • 01 | Altered Signals | 05:02 |
  • 02 | Bell cloud | 04:38 |
  • 03 | Vocal tremors | 04:22 |
  • 04 | Octavepus | 05:02 |
  • 05 | Science of change | 30:06 |

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Release vom 29.05.2008

Jopy – Third Generation Dirt Farmers

Jopy mit ihrem zweiten Release Third Generation Dirt Farmers auf Zenapolae, einem Netlabel aus USA, das Sounds irgendwo zwischen Ambient, Post Rock, Drone und Klangexperimenten vereint. Ein sehr abwechslungsreiches Release mit 10 Titeln, die akustische Klänge, Loops und Texturen übereinander schichten und dadurch ganz unterschiedliche Stimmungen generieren.

The locust laments beginnt mit melancholischen Weiten, im Hintergrund Klänge eines merkwürdigen Orchesters, das in Slow Motion die Instrumente stimmt. Anime wird mit einem Piano eingeleitet, das ein wenig an Brian Eno erinnert, doch bald werden weiche bis noisige Elemente hinzugefügt. Between the rails ist ein stilles, aber doch sperriges Klangexperiment.

Über einem tiefen, glockenähnlichen Sound breitet Aurora borealis seine Klangfarben aus. Rime Frost lässt Reste eines Beats erkennen und gniedelt verschroben vor sich hin. Abandoned bookseller besteht aus mehreren Teilen, es beginnt mit Klängen ein bisschen wie aus den ersten Tagen der elektronischen Musik in den 50ern (Stockhausen & Co.), dann beruhigt sich das Stück und stille Gitarrenklänge tauchen auf. Doch diese werden bald wieder aufgelöst und es klingt, zischt und blubbert, ohne dabei ins nervige abzugleiten.

Das wiederum gelingt Nauseated, ein rohes Stück zur Vorbereitung für den nächsten Zahnarztbesuch. Human beings erinnert ein bisschen an einen SF-Soundtrack aus den 50ern, hat aber eine ganz eigene Beschwingtheit.

Glass cages lässt sich Zeit mit drone-artigen Klängen, zuletzt bietet Last season’s harvest einen breit angelegten Ausklang des Releases mit vielen stillen Momenten, aber auch einigen aufwühlenden Klängen die sicher stellen, dass der geneigte Hörer dieses Werk nicht in die harmlose Ambient-Ecke abschiebt.

Tracks

  • 01 | The locust laments | 03:34 |
  • 02 | Anime | 05:57 |
  • 03 | Between the rails | 04:05 |
  • 04 | Aurora borealis | 05:43 |
  • 05 | Rime frost | 05:03 |
  • 06 | Abandoned bookseller | 06:26 |
  • 07 | Nauseated | 04:31 |
  • 08 | Human beings | 05:41 |
  • 09 | Glass cages | 06:47 |
  • 10 | Last season’s harvest | 08:51 |

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Release vom 24.03.2008

lucid picnic – metathinking ep

Tropic Netlabel is back mit einem hübschen Release für den Frühlingsanfang. Die metathinking ep von lucid picnic mit 4 Titeln macht Laune, kommt leicht und federnd daher.

Das Release beginnt mit panda bear in the bamboo garden, ein verspielter Track mit perlenden Glissandi, Glöckchen und Melodien. Weiter geht’s mit snow dream, das leise und ein bisschen melancholisch beginnt und später optimistische Töne versprüht. the act of lounge, das sich unauffällig zu Beginn, dann aber unaufhaltsam mit einer feinen Melodie in die Gehörgänge schleicht. metathinking on suchness ist der zurückhaltendste Titel, mit viel Hall lässt sich’s da wohlig zu später Stunde auschillen.

 

 

Tracks

  • 01 | 06:25 | panda bear in the bamboo garden |
  • 02 | 07:12 | snow dream |
  • 03 | 03:51 | the act of lounge |
  • 04 | 04:41 | metathinking on suchness |

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Release vom 11.03.2008

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